Wie vor kurzem berichtet, wurde von mir im vergangenen Frühjahr ein Beitrag im Rahmen einer Serie von Gartentipps in der Wochenendausgabe der Stuttgarter Nachrichten veröffentlicht. Dies war das abgelieferte Manuskript:
"Aus einem grauen schattigen Hinterhof zwischen Stadthäusern ein grünes und blühendes Paradies zu machen, ist sicher nicht die einfachste gärtnerische Aufgabe, aber mit etwas Experimentierfreude, Mut zu Misserfolgen und vor allem Zeit lässt sich einiges erreichen. In unserem nur wenig von direkten Sonnenstrahlen verwöhnten Hinterhof sorgen Ende des Winters Schneeglöckchen und Krokusse, dann Primeln, Narzissen und Hyazinthen für die ersten Farbkleckse. Mitten im Frühjahr folgen Vergissmeinnicht, Akeleien, Tränendes Herz und Rhododendron. Und schließlich den ganzen Sommer über bis zum ersten Frost sorgen Hortensien und Fuchsien für Farbe.
Auch die Küche lässt sich bereichern: viele Kräuter mögen den Halbschatten, Chilis werden auch mit wenig Sonne scharf und ein Zitronenbäumchen liefert so oder so saure Früchte, das Zitronenbäumchen benötigt freilich einen frostfreien Raum im Haus zum Überwintern.
Letztendlich darf auch die dritte Dimension nicht vergessen werden. Eine Kletterpflanze an der Hauswand oder ein kleines Bäumchen, das zwei, drei oder vier Meter hoch wachsen darf, bekommt in der Höhe vielleicht auch mehr direkte Sonne, sicher wird es deutlich mehr Licht geben, als am Boden. Bei uns blühen und duften in der Höhe Flieder, Kletterhortensie und Clematis. Auch hier gibt es wieder etwas Essbares: geerntet werden Feigen, Äpfel und Kiwis.
So ein begrünter Hinterhof mit einem Sitzplatz ausgestattet, wird quasi zu einem grünen Zimmer, das die Lebensqualität verbessert und nebenbei auch ökologisch wertvoll sein kann. "
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Mittwoch, 18. November 2015
Montag, 17. Juni 2013
Einwanderer
Im Hinterhofgarten wird nicht jedes unbekannte Kraut sofort aus der Erde gerissen und verbannt. Ich würde unseren Garten eher als gepflegte Wildnis bezeichnen. Pflanzen, die sich wohlfühlen und selbst aussäen, dürfen meist an Ort und Stelle weiter wachsen, besonders aktiv verbreiten sich Akeleien, Vergissmeinnicht, Veilchen, Schneeglöckchen und auch Primeln. Und wenn man das zunächst Unbekannte wachsen lässt, ergeben sich manchmal schöne Überraschungen. Dieses Jahr haben uns zwei Einwanderer in blau überrascht: Glockenblume und Immergrün.
Die Glockenblume hat sich auf unserer Mini-Rasen-Wiese entwickelt. In unserem kleinen Garten mit kaum 50 qm gibt es in der Mitte eine kleine Grasinsel, ein Teil davon wurde wegen den Vergissmeinnicht erst jetzt, Anfang Juni, nach deren Blüte gemäht. Zeit genug für die Glockenblume sich in der Wildnis zu entwickeln. Vor ein paar Jahren hatten wir einmal ein paar Glockenblumen von Verwandten geschenkt bekommen und eingepflanzt, denen hat es aber scheinbar nicht so richtig am vorgesehenen Ort gefallen, nach ein oder zwei Jahren waren sie verschwunden. Welche Art es genau war, weiß ich leider nicht mehr. Ich vermute, dass es sich bei diesem Exemplar nun um eine Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) handelt, eine einheimische Wildstaude, die aber auch als Zierpflanze erhältlich ist.
Das Immergrün ist vom Nachbargarten eingewandert. Dieser Garten wurde in den letzten Jahren nur sporadisch genutzt und gepflegt, ich habe keine Ahnung, ob das Immergrün dort absichtlich eingepflanzt wurde oder sich von selbst etablieren konnte – ich tippe auf zweiteres. Zu uns kam die kriechende Pflanze durch seine Ausläufer unterm Zaun hindurch. Vermutlich handelt es sich um das Große Immergrün (Vinca major). Immergrün ist an sich ein klassischer Bodendecker für den Schatten.
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| Glockenblumensämling |
Die Glockenblume hat sich auf unserer Mini-Rasen-Wiese entwickelt. In unserem kleinen Garten mit kaum 50 qm gibt es in der Mitte eine kleine Grasinsel, ein Teil davon wurde wegen den Vergissmeinnicht erst jetzt, Anfang Juni, nach deren Blüte gemäht. Zeit genug für die Glockenblume sich in der Wildnis zu entwickeln. Vor ein paar Jahren hatten wir einmal ein paar Glockenblumen von Verwandten geschenkt bekommen und eingepflanzt, denen hat es aber scheinbar nicht so richtig am vorgesehenen Ort gefallen, nach ein oder zwei Jahren waren sie verschwunden. Welche Art es genau war, weiß ich leider nicht mehr. Ich vermute, dass es sich bei diesem Exemplar nun um eine Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) handelt, eine einheimische Wildstaude, die aber auch als Zierpflanze erhältlich ist.
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| Blüte des Immergrün |
Das Immergrün ist vom Nachbargarten eingewandert. Dieser Garten wurde in den letzten Jahren nur sporadisch genutzt und gepflegt, ich habe keine Ahnung, ob das Immergrün dort absichtlich eingepflanzt wurde oder sich von selbst etablieren konnte – ich tippe auf zweiteres. Zu uns kam die kriechende Pflanze durch seine Ausläufer unterm Zaun hindurch. Vermutlich handelt es sich um das Große Immergrün (Vinca major). Immergrün ist an sich ein klassischer Bodendecker für den Schatten.
Stichworte:
Akelei,
Glockenblume,
Heimische Pflanze,
Immergrün,
Primel,
Sämling,
Schneeglöckchen,
Veilchen,
Vergissmeinnicht
Donnerstag, 23. April 2009
Vergissmeinnicht-Meer
Sonntag, 19. April 2009
Der Hinterhofgarten Mitte April 2009
Inzwischen sind alle Zitruspflanzen im Freien, die Fuchsien sind so ziemlich die letzten Pflanzen im Winterquartier. Fuchsien sollten kurze leicht Nachtfröste aushalten und könnten nun auch schon raus, aber im Winterquartier entwickeln sie sich zurzeit noch besser. An der Fuchsie 'Major Heaphy' hingen die frischen Triebe herab. Diese habe ich mir heute mal genauer angeschaut und aus dem Topf genommen, und tatsächlich war da mindestens eine Käferlarve, die sich wohl an die Wurzeln gemacht hat. Ich habe die Fuchsie in frische Erde eingetopft, in der Hoffnung, dass es noch nicht zu spät ist.
Neu eingepflanzt wurden Glockenblumen, eigentlich nicht mein Stauden-Hauptkandidat für die vorgesehene Stelle, da sich da wohl vor allem die Schnecken freuen, aber wir haben sie von Verwandten bekommen, da versuche ich es einfach mal.
Nachdem meine Hortensie, die letztes Jahr blau gefärbt werden sollte und dann aber überhaupt nicht blühte, nun Knospen zeigt, hat sie eine Portion des Färbesalzes ins Gießwasser bekommen. Mal sehen, ob sie dieses Jahr blau wird.
Jetzt kommen die Wochen, in denen sich die Pflanzen um die Wette blühen. Vergissmeinnicht werden zum blaugrünen Meer, der Flieder zeigt schon Farbe und erste Einzelblütchen öffnen sich, die Rhododendren zeigen ebenfalls Farbe.
Überraschende Tulpenblüte, diese Tulpe haben wir letztes Jahr im Topf geschenkt bekommen, ich habe die eingezogenen trockenen Zwiebeln für Narzissen gehalten. Die Tulpe steht verborgen unter der Kletterhortensie, mal sehen, ob sie kommendes Jahr wieder kommt.
Die Kamelie blüht, ebenfalls an verborgener Stelle. Der vergangene kalte Winter, war der erste für die Kamelie in unserem Garten. Ich bin positiv überrascht!
Neu eingepflanzt wurden Glockenblumen, eigentlich nicht mein Stauden-Hauptkandidat für die vorgesehene Stelle, da sich da wohl vor allem die Schnecken freuen, aber wir haben sie von Verwandten bekommen, da versuche ich es einfach mal.
Nachdem meine Hortensie, die letztes Jahr blau gefärbt werden sollte und dann aber überhaupt nicht blühte, nun Knospen zeigt, hat sie eine Portion des Färbesalzes ins Gießwasser bekommen. Mal sehen, ob sie dieses Jahr blau wird.
Jetzt kommen die Wochen, in denen sich die Pflanzen um die Wette blühen. Vergissmeinnicht werden zum blaugrünen Meer, der Flieder zeigt schon Farbe und erste Einzelblütchen öffnen sich, die Rhododendren zeigen ebenfalls Farbe.
Überraschende Tulpenblüte, diese Tulpe haben wir letztes Jahr im Topf geschenkt bekommen, ich habe die eingezogenen trockenen Zwiebeln für Narzissen gehalten. Die Tulpe steht verborgen unter der Kletterhortensie, mal sehen, ob sie kommendes Jahr wieder kommt.
Die Kamelie blüht, ebenfalls an verborgener Stelle. Der vergangene kalte Winter, war der erste für die Kamelie in unserem Garten. Ich bin positiv überrascht!
Stichworte:
Flieder,
Fuchsien,
Glockenblume,
Hortensie,
Hortensie blau färben,
Kamelie,
Rhododendron,
Tulpe,
Vergissmeinnicht,
Zitronenbaum
Montag, 13. April 2009
Aufholjagd
Es ist schon bemerkenswert, wie weit nun Mitte April die Natur ist. Noch vor ca. zwei Wochen war es winterlich kalt und es war kaum etwas von Frühling zu sehen. Jetzt haben wir knapp zwei Wochen bestes Frühlingswetter und alles blüht um die Wette: Kirschen, Mirabelle, Vergissmeinnicht, Bergenie, Tränendes Herz, Buschwindröschen, Hyazinthen, Primeln und die letzten Narzissen. Die Stachelbeeren haben schon richtige kleine Früchte. Der Kiwi zeigt kleine Blätter und auch die Knospen am Wein sind dabei sich zu entfalten. Damit sind wir nun in etwa auf dem gleichen Entwicklungsstand wie vor einem Jahr.
Und so sieht's aus:
Und so sieht's aus:
Donnerstag, 29. Mai 2008
Was die Hitze bewirkt
Jetzt hatten wir die ersten heißen Tage des Jahres und im Handumdrehen hat sich der Charakter des Hinterhofgartens verändert, die Frühlingsblüher sind verschwunden und eher sommerliche Blühpflanzen sind an ihre Stelle getreten.
Bis zum Wochenende haben die Vergissmeinnicht noch hellblau geblüht, davon ist jetzt nichts mehr zu sehen, zurückgeblieben ist etwas Grün und die Samenstände. Nur vereinzelt zeigen sich noch verspätete Akeleiblüten und auch die Pfingstrosen sind schon fast wieder verblüht und der violette Rhododendron leidet auch unter der Hitze - Blüten fallen ab oder verlieren Strahlkraft und hängen immer schlapper herum.
Dafür blühen und duften inzwischen die Rosen, der Salbei, die Kletterhortensie, der Hammerstrauch, Löwenmäulchen und Spornblume, der Fingerhut und auch die erste Clematis und der Hibiskus haben sich gezeigt
Und bei den Fuchsien schließlich treiben nun fast alle Pflanzen fleißig Knospen!
Bis zum Wochenende haben die Vergissmeinnicht noch hellblau geblüht, davon ist jetzt nichts mehr zu sehen, zurückgeblieben ist etwas Grün und die Samenstände. Nur vereinzelt zeigen sich noch verspätete Akeleiblüten und auch die Pfingstrosen sind schon fast wieder verblüht und der violette Rhododendron leidet auch unter der Hitze - Blüten fallen ab oder verlieren Strahlkraft und hängen immer schlapper herum.
Dafür blühen und duften inzwischen die Rosen, der Salbei, die Kletterhortensie, der Hammerstrauch, Löwenmäulchen und Spornblume, der Fingerhut und auch die erste Clematis und der Hibiskus haben sich gezeigt
Und bei den Fuchsien schließlich treiben nun fast alle Pflanzen fleißig Knospen!
Stichworte:
Akelei,
Fingerhut,
Fuchsien,
Hammerstrauch,
Hitze,
Kletterhortensie,
Löwenmäulchen,
Pfingstrose,
Rhododendron,
Rose,
Salbei,
Spornblume,
Vergissmeinnicht
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