Vom Gärtnern in einem schattigen Garten

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Mittwoch, 15. Juni 2011

Szenen aus dem Hinterhofgarten Anfang Juni

Das Pfingstwochenende hat beinahe so etwas wie die Schafskälte gebracht. Kühle Temperaturen und Nieselregen, einzig der Pfingstsonntag war sommerlich.

Aber in den Regenpausen hat es sich gelohnt in den Garten zu schauen. Derzeit öffnen sich die Hortensienblüten. Noch sind die Blüten recht kompakt, die Blütenblätter wechseln von grün auf die eigentliche Farbe. Noch nicht ganz entfaltet trotzen die Blütenschirme der Hortensien auch dem Regen. Sind sie mal voll entfaltet und es geht ein kräftiges Sommergewitter nieder, hängen die Blüten anschließend.

Tellerhortensie (evtl. Blaumeise) entfaltet sich

Auch diese Bauernhortensien sind noch recht kompakt.
Juni ist bei uns auch die Zeit der Taglilie, die einzelnen Blüten sind tatsächlich selten länger als ein Tag offen, aber dafür steht dann schon die nächste Blüte parat.

Taglilie, schön für einen Tag
Eine positive Überraschung sind die Bartnelken, sie haben sich auch an einem halbschattigen Platz behaupten können. Auch haben sich die Nacktschnecken zurückgehalten! Letztes Jahr war ich mir nicht so sicher, ob das etwas wird!


Vielleicht nicht ganz so prächtig, wie an einem vollsonnigen Standort, aber doch ein Farbkleks
Auch das Obst bereitet Freude, während die Stachelbeeren nun reif werden, blühen die zwei Zitronenbäumchen um die Wette und bilden viele Fruchtansätze.


Frei nach Goethe: Kennst du den Garten, wo die Zitronen blühn

Aus der Tierwelt gab es vor einigen Tagen die Verwandlung der Marienkäferlarven zum erwachsenen Marienkäfer zu bewundern. Besonders beliebt bei den Marienkäferlarven war der Gewürzsalbei, der Anfang Mai recht voll mit Blattläusen war, mittlerweile ist keine Laus mehr zu sehen, da waren die Marienkäferlarven fleißig.


Links kann man den schlüpfenden Marienkäfer schon fast erahnen, rechts eine Marienkäferlarve.

Mittwoch, 16. März 2011

Frische Kräuter

Die letzten Tage waren geprägt von mildem und sonnigem Frühlingswetter. Viele Pflanzen sprießen nun und zeigen frisches Grün, so auch die diversen Kräuter im unserem Hinterhofgarten. Heute Abend gab es den ersten Salat der Saison verfeinert mit frischem Liebstöckel, da schmeckt man den Frühling! Übrigens erwachen nicht nur die Pflanzen aus dem Winterschlaf, auf dem zarten Liebstöckelgrün saß auch schon eine Nacktschnecke! Auch andere Kräuter zeigen erste Blätter, z.B. die Minzesorten und die Pimpernelle, einige Kräuter sind aber auch immergrün und können das gesamte Jahr geerntet werden, wie z.B. Rosmarin und Salbei.

Mittwoch, 22. September 2010

Rückblick -Neue Pflanzen

Im Juni habe ich über einige neue Pflanzen im Hinterhofgarten berichtet. Wir haben einige Pflanzen geschenkt bekommen, dies waren:
  • Bartnelke (Dianthus barbatus), 
  • Ziersalbei (Salvia nemorosa) 'Ostfriesland'
  • eine Passionsblume (Passiflora cearulea) 
  • eine Lupine
 Ende des Sommers ist es Zeit ein erstes Resumé zu ziehen.

Die Bartnelke ist weiter gewachsen und wurde auch nur wenig von den Schnecken angefressen. Evtl. war die Pflanze noch zu jung und blüht im kommenden Jahr - Bartnelken sind an sich zweijährig, wir hatten aber erwartet, dass sie bereits ein Jahr alt ist und im Sommer blüht.

Der Ziersalbei hat lange schön geblüht. Nach der Blüte haben wir die verblühten Blütenstände abgeschnitten in der Erwartung eines Neuaustriebs und einer zweiten Blüte im Spätsommer. Neue Triebe haben sich erst im September gebildet, ich bin mal gespannt, ob es im Herbst noch eine zweite Blüte gibt. Wahrscheinlich ist der Standort zu schattig. Ich bin gespannt wie er sich weiter entwickelt.

Die Passionsblume ist schnell gewachsen und hat im Juli einige Blüten gezeigt, die meiste Zeit war die Pflanze aber nur grün. Die Blüten haben immer einzeln geblüht, daher gibt es auch keine Früchte.

Die Lupine war schon nach wenigen Tagen schwer vom Schneckenfraß geschädigt. Ein relativ schneckensicherer Platz und der heiße, trockene Juli hat der Pflanze eine Chance gegeben sich wieder zu erholen und neue Blüten zu zeigen. Als dann Ende Juli der Dauerregen einsetzte war die Lupine eines Tages nur noch ein Gerippe, die Schnecken haben sich darüber hergemacht.

Ein echter Erfolg, den es lohnt in die Liste der Pflanzen im Hinterhofgarten auzunehmen, scheint nicht dabei zu sein.

Blüte der Passionsblume (Passiflora cearulea)

Sonntag, 20. Juni 2010

Neue Pflanzen

Heute haben wir endlich einige Pflanzen versorgt, die wir in den letzten Wochen geschenkt bekommen haben: Bartnelke (Dianthus barbatus), Ziersalbei (Salvia nemorosa) 'Ostfriesland', eine Passionsblume (Passiflora cearulea) und eine Lupine.

Ich glaube nicht, dass es allen diesen Pflanzen im Hinterhofgarten gefallen wird: die Lupine zeigt schon nach knapp zwei Wochen erhebliche Fraßspuren von Schnecken und der Bartnelke könnte einfach Sonne fehlen. Der Salbei wurde bisher von Schnecken gemieden, ob wir genügend Sonne für ihn haben wird sich zeigen. Bei der Passionsblume bin ich gespannt, wie sie sich macht.

Salbei und Bartnelke haben einen relativ sonnigen Platz in der Erde gefunden. Die Passionsblume und Lupine sind in einem Topf, die Passionsblume wird nicht winterhart genug sein und muss im Winter sicherlich rein - ein wenig muss ich mit dieser Pflanze noch beschäftigen - und die Lupine steht so in einem etwas vor Schnecken geschützen Platz.

Lupine (bevor sie von den Schnecken angefressen wurde)

Ziersalbei 'Ostfriesland'

Sonntag, 18. April 2010

Ein Tag im Garten

Der Frühling ist angekommen, heute haben wir das erste Mal in 2010 den Garten genossen, mit einem Tässchen Tee und Kuchen im Garten. Dazu frische Kräuter aus dem Garten in der Küche: Liebstöckel im Salat und Saltimbocca mit Salbei - herrlich!

Ein wenig Arbeit im Garten gab es auch, die Hortensien und Rhododendren haben eine Portion Dünger bekommen.

Einer meiner Lieblings-Frühblüher: Anemonen

Sonntag, 7. Juni 2009

Hummeln und andere Sechsbeiner

In den vergangenen Tagen bin ich im Internet über zwei interessante Seite zu Hummeln und Wildbienen 'gestolpert' www.bombus.de und www.wildbienen.de, beachtlich wie viele Arten von Hummeln (über 30 in Deutschland) und vor allem Wildbienen (über 500! in Deutschland) es gibt. Grund genug mal mit der Kamera auf Hummeljagd zu gehen, in den letzten Tagen wurden besonders Salbei, Rittersporn, Kiwi und Fingerhut von Hummeln aufgesucht.

Ackerhummel (?) am Salbei




Vermutlich Gartenhummeln (?) auf Salbei und Rittersporn

(?)

Auch diesen zwei Sechsbeiner gefällt der Salbei

Und dann habe ich noch diese Winzlinge (ca. 1mm) an der Olive entdeckt. Nach etwas Recherche bin ich zum Schluss gekommen, dass es sich wohl um Eier und Nymphen der Spitzbauchwanzen handelt. Ein durchaus nützlicher Gartenbewohner, der viele andere Insekten und deren Larven jagt, wenn er mal groß ist.

Ob sich auch dieser Zweibeiner (Kohlmeise) über die Insekten im Hinterhofgarten freut - bestimmt!

Donnerstag, 29. Mai 2008

Was die Hitze bewirkt

Jetzt hatten wir die ersten heißen Tage des Jahres und im Handumdrehen hat sich der Charakter des Hinterhofgartens verändert, die Frühlingsblüher sind verschwunden und eher sommerliche Blühpflanzen sind an ihre Stelle getreten.

Bis zum Wochenende haben die Vergissmeinnicht noch hellblau geblüht, davon ist jetzt nichts mehr zu sehen, zurückgeblieben ist etwas Grün und die Samenstände. Nur vereinzelt zeigen sich noch verspätete Akeleiblüten und auch die Pfingstrosen sind schon fast wieder verblüht und der violette Rhododendron leidet auch unter der Hitze - Blüten fallen ab oder verlieren Strahlkraft und hängen immer schlapper herum.

Dafür blühen und duften inzwischen die Rosen, der Salbei, die Kletterhortensie, der Hammerstrauch, Löwenmäulchen und Spornblume, der Fingerhut und auch die erste Clematis und der Hibiskus haben sich gezeigt

Und bei den Fuchsien schließlich treiben nun fast alle Pflanzen fleißig Knospen!

Obwohl der schattige Hinterhofgarten nicht der ideale Standort ist, können wir uns doch an einigen Rosen erfreuen.

Kletterhortensie mit tellerförmigen Blütendolden

Spornblume (die wir bisher immer fälschlicherweise Knöterich nannten)