Vom Gärtnern in einem schattigen Garten

Mittwoch, 3. November 2010

Wintervorbereitung Teil 1

Am vergangenen Wochenende haben wir begonnen, den Garten winterfest zu machen. Die ersten Pflanzen wurden ins Winterquartier gebracht: etliche Fuchsien, Sukkulenten und die kleineren Zitruspflanzen. Die größeren Kübelpflanzen werden in den nächsten 2-3 Wochen folgen.

Außerdem haben wir den Kiwistrauch geerntet. Wie schon in den letzten Jahren, sind die Kiwis nicht komplett ausgereift. Die Früchte werden nun an einem kühlen Platz gelagert, portionsweise holen wir Früchte an einen wärmeren Ort, wo sie dann weich werden.

Montag, 18. Oktober 2010

Ist schon wieder Frühling?

"Ist schon wieder Frühling?", das Habe ich mich heute gefragt, als ich kleine lila Blüten am Flieder sah. Ich glaube aber nicht, dass unser Flieder uns nun regelmäßig mit einer zweiten Blüte im Herbst beglückt, sondern vielmehr, dass hier ein kranker Ast sich ein letztes Mal aufbäumt. Die Blätter des Astes sind schon deutlich welker, als der Rest des Fliederbaums Kurios ist es aber allemal.

Fliederblüte im Herbst

Montag, 11. Oktober 2010

Es wird Herbst

Ein untrügliches Zeichen, dass es Herbst wird im Hinterhofgarten, sind die blühenden Eisenhüte. Der Eisenhut zeigt als letzte Staude im Garten seine Blüten. Aber der Eisenhut ist nicht das einzige, was jetzt noch blüht, auch die Fuchsien und der Hammerstrauch stehen in voller Blüte. Und die Duftblüte macht derzeit ihrem Namen aller Ehre.
 
Eisenhut

Duftblüte mit betörendem Duft, leider gibt es noch kein Duft-Internet

Chrysanthemen bringen im Herbst nochmal Farbe in den Garten

Leckere süße Feigen

Später als je reifen dieses Jahr die Feigen, über vier Wochen später als in den vergangenen Jahren, wohl ein Ergebnis des kalten und feuchten Augusts.

Herbstzeit ist auch Pflanzzeit. Wir haben vor einigen Wochen zwei Hortensien geschenkt bekommen, diese haben eine Platz gekommen uns wurden eingepflanzt. Irgenswie finden alle Topfhortensien aus der Bekanntschaft ihren Weg zu uns. Außerdem haben wir Narzissenzwiebeln, Tulpenzwiebeln und Hyazinthenzwiebeln gepflanzt, auch die Tulpenzwiebeln waren ein Geschenk, eigentlich gedeihen Tulpen in der eher schattigen Lage nicht so gut, mal schauen was nächstes Jahr rauskommt.

Ein paar Zwiebeln warten noch darauf vergraben zu werden, außerdem müssen die Fingerhutsetzlinge noch im Garten verteilt werden. Die Fingerhutsamen kam im Juli in die Erde, ich säe Fingerhüte immer zunächst in einen Topf, im Freiland keimen die Samen zwar, aber irgendwie entwickeln sich keine Pflänzchen, evtl. schmecken die ganz jungen Pflänzchen den Schnecken zu gut.

Fingerhitsetzlinge

Mittwoch, 22. September 2010

Rückblick -Neue Pflanzen

Im Juni habe ich über einige neue Pflanzen im Hinterhofgarten berichtet. Wir haben einige Pflanzen geschenkt bekommen, dies waren:
  • Bartnelke (Dianthus barbatus), 
  • Ziersalbei (Salvia nemorosa) 'Ostfriesland'
  • eine Passionsblume (Passiflora cearulea) 
  • eine Lupine
 Ende des Sommers ist es Zeit ein erstes Resumé zu ziehen.

Die Bartnelke ist weiter gewachsen und wurde auch nur wenig von den Schnecken angefressen. Evtl. war die Pflanze noch zu jung und blüht im kommenden Jahr - Bartnelken sind an sich zweijährig, wir hatten aber erwartet, dass sie bereits ein Jahr alt ist und im Sommer blüht.

Der Ziersalbei hat lange schön geblüht. Nach der Blüte haben wir die verblühten Blütenstände abgeschnitten in der Erwartung eines Neuaustriebs und einer zweiten Blüte im Spätsommer. Neue Triebe haben sich erst im September gebildet, ich bin mal gespannt, ob es im Herbst noch eine zweite Blüte gibt. Wahrscheinlich ist der Standort zu schattig. Ich bin gespannt wie er sich weiter entwickelt.

Die Passionsblume ist schnell gewachsen und hat im Juli einige Blüten gezeigt, die meiste Zeit war die Pflanze aber nur grün. Die Blüten haben immer einzeln geblüht, daher gibt es auch keine Früchte.

Die Lupine war schon nach wenigen Tagen schwer vom Schneckenfraß geschädigt. Ein relativ schneckensicherer Platz und der heiße, trockene Juli hat der Pflanze eine Chance gegeben sich wieder zu erholen und neue Blüten zu zeigen. Als dann Ende Juli der Dauerregen einsetzte war die Lupine eines Tages nur noch ein Gerippe, die Schnecken haben sich darüber hergemacht.

Ein echter Erfolg, den es lohnt in die Liste der Pflanzen im Hinterhofgarten auzunehmen, scheint nicht dabei zu sein.

Blüte der Passionsblume (Passiflora cearulea)

Mittwoch, 15. September 2010

Endlich: Chili-Blüten

Seit Anfang September blüht mein thailändischer Vogelaugen-Chili. Obwohl der Samen bereits Anfang März in die Erde kam und die Pflanze sich dann auch schnell entwickelte, zeigen sich erst jetzt Blüten. Vor zwei Jahren hatte ich schon einmal Samen dieser Chilisorte eingepflanzt, damals Anfang des Sommers, ich musste die Pflanze überwintern, bis sich dann im Folgejahr Blüten zeigten, aus denen sich dann sehr fruchtig-scharfe Früchtchen entwickelten. Dieses Jahr wird es eine Ernte wohl erst im Winterquartier geben. Für kommendes Jahr werde ich die Samen wohl noch früher in die Erde legen müssen, vielleicht schon an Weihnachten?

Chili-Blüte

Freitag, 10. September 2010

Neues aus dem Hinterhofgarten

Die letzten Wochen waren doch sehr verregnet, wir konnten den Garten nur an wenigen Tagen genießen und so gibt es auch nicht viel zu berichten. Ein paar nette Fotos konnte ich trotzdem zwischendurch machen.

Die Blüten der Minze werden immer gerne von Insekten auf der Suche nach Nektar besucht, so wie hier von einer Biene.

Und wo sich Insekten aufhalten, sind Spinnen oft auch nicht weit. Wie diese weiße Spinne auf einer anderen Minzblüte.

Unser wilde Fuchsie wurde dieses Jahr ganz fleißig von Wespen angeflogen...


...ebenfalls auf der Suche nach Nektar. Interessanterweise finden die Wespen nur an dieser Wildform gefallen, alle anderen Fuchsien werden gemieden.

Und noch eine eher ungewöhnliche Beobachtung aus der Pflanzenwelt: ein neuer Trieb des Rohrkolbens hat glatt ein Seerosenblatt durchstoßen.

Mittwoch, 4. August 2010

Wenn es Nacht wird im Hinterhofgarten

An lauen Sommerabenden sitzt man gerne im Garten bis es dunkel wird. Und während sich Hummeln, Bienen, Schmetterlinge und Vögel mit zunehmender Dämmerung langsam zu Ruhe setzen, bringen andere Kreaturen Leben in den Hinterhofgarten. Im Dunkeln zu fotografieren ist eine kleine Herausforderung, insbesondere bei den sich schnell bewegenden Tieren ist das Scharfstellen nicht ganz einfach und manchmal ein reines Glücksspiel.

Die Lilien verströmen besonders abends ihren intensiven Duft. Dadurch werden viele Insekten angezogen, vom kleinen Käfer bis zu größeren Faltern.

Nachtfalter am Hammerstrauch, die Hammerstracuhblüten werden mehr von nachtaktiven, als von tagaktiven Insekten angezogen.

EinNachtfalter auf der Spronblume

Und wo so viele Insekten nachts unterwegs sind, fühlen sie die Fledermäuse wohl.