Vom Gärtnern in einem schattigen Garten

Donnerstag, 22. September 2011

Physalis, die Andenbeere

Eine neue Pflanze im Hinterhofgarten. Wir haben im vergangenen Jahr von einem Bekannten einen Physalis-Steckling bekommen. Zunächst war ich etwas skeptisch, ob die Physalis sich im Schatten des Hinterhofgartens wohlfühlt. Anfangs hat sich die Pflanze auch nur langsam entwickelt. Wir haben die kleine Pflanze dann mit ins Winterquartier genommen, kühl, aber hell, hat sich die Pflanze weiter entwickelt und auch erste Blüten gezeigt. In diesem Sommer wurde daraus schließlich ein hoher Strauch. In knapp zwei Meter höhe habe ich dann vor einigen Wochen begonnen die Triebe zu kappen. Der Strauch hängt nun voll mit vielen Physalisfrüchten. Einige wurden auch schon geerntet. Den als Dekoration verwendeten Physalis konnte ich bisher wenig abgewinnen, doch frisch vom Strauch schmeckt die Physalis lecker. Süße und Säure halten sich die Waage, dazu ein fruchtiges Aroma, das etwas an Heidelbeeren erinnert!

Die Physalisfrucht ist geschützt von einer dünnen laternenartigen Haut. Wird die Frucht reif vertrocknet das Häutchen.
Der Physalisstrauch wird von einem Spalier etwas gestützt
Der Blüte der Physalis sieht man die Verwandtschaft zu Tomate und Chili an, es handelt sich ebenfalls um eine Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse

Samstag, 27. August 2011

Schutz vor Regen

Schutz vor Regen hat wohl dieser Grashüpfer in der Calla-Blüte gefunden. Das erinnert doch irgendwie an die Zeichentrickserie Biene Maja, haben sich da Biene Maja und ihre Freunde nicht auch immer bei Regen in Blüten versteckt?

Der Grashüpfer macht es sich in dieser Calla-Blüte gemütlich und wartet bis der Regen vorbei ist

In den letzten Tagen hat der August sich von der sonnigen und heißen Seite gezeigt. Heute ist es merklich kälter und es regnet meist. Zum Glück wurden wir verschont von den Unwettern, die mit dem Temperatursturz angekündigt waren.

Mittwoch, 3. August 2011

Amselnest mit Küken

Vorgestern habe ich ein Amselnest in der Kletterhortensie entdeckt. Als ich vorbei lief piepste es ganz leise. Das gut getarnte Nest ist fast von allen Seiten durch Laub geschützt, so dass ich eine Weile suchen musste, um es zu finden. Von den Jungtieren war zunächst nichts zu sehen, die Mutter saß über den Küken im Nest und schützte sie. Mittlerweile konnte ich beobachten, das mindestens drei Küken von den Eltern dort aufgezogen werden.

Gut getarnt sitzt die Mutter auf ihren Küken

Wenn die Eltern von der Jagd kommen, werden ihnen die gelben Schnäbel entgegenstreckt

Mindestens drei Jungvögel sind im Nest

Sonntag, 10. Juli 2011

Feigen aus Deutschland

Jetzt, Anfang Juli konnte ich die ersten reifen Feigen ernten. Die erste Ernte des Jahres besteht zwar nur aus zwei Feigen, doch in den kommenden Tagen und Wochen werden weitere folgen.

Reife Feigen sind extrem empfindlich und können kaum transportiert werden, daher werden die Feigen, die man beim Obst- und Gemüsehändler bzw. im Supermarkt kaufen kann, unreif geerntet, entsprechend fad schmecken sie dann auch. Eine Feige frisch vom Baum ist nicht nur süß, sondern hat auch ein köstliches Aroma. Die Lösung für Liebhaber dieser mediterranen Spezialität ist daher der eigen Feigenanbau: Feigen aus Deutschland.

Frische Feigen

Sonntag, 19. Juni 2011

Weisse Seerose im Zinkkübel

Auch dieses Jahr hat sich wieder Mitte Juni die erste Seerosenblüte geöffnet. Nachdem es gestern Nachmittag eine längere Regenpause gab, hat sich die Knospe geöffnet. Bei Regen schließen sich Seerosenblüten, wohl zum Schutz, dass die großen schalenförmigen Blüten nicht voll laufen mit Regenwasser und schließlich untergehen.

Das Bild der Seerosenblüten unterscheidet sich freilich kaum vom entsprechenden Seerosenblüte-Blogeintrag 2010 oder 2009. Bemerkenswert und daher eben ein Eintrag wert, ist, dass ich im vergangenen Winter sehr faul war, was den Miniteich im Zinkkübel angeht. Die Seerose und der Rohrkolben blieben dieses Jahr den Winter über in der Zinkwanne, ich habe lediglich ein Großteil des Wasser raus genommen, in den vergangenen Jahren habe ich mir immer die Mühe gemacht, zum Überwintern die Pflanzen aus der Zinkwanne zu nehmen und dann im Garten etwas tiefer zu vergraben (sog. Erdmiete). Im vergangenen Winter ist das Restwasser in der Wanne mit den Pflanzen drin mehrmals komplett durch gefroren, aber scheinbar ist die Seerose (und auch der Rohrkolben) sehr winterhart.

Seerose Nymphaea 'Albida'

Mittwoch, 15. Juni 2011

Szenen aus dem Hinterhofgarten Anfang Juni

Das Pfingstwochenende hat beinahe so etwas wie die Schafskälte gebracht. Kühle Temperaturen und Nieselregen, einzig der Pfingstsonntag war sommerlich.

Aber in den Regenpausen hat es sich gelohnt in den Garten zu schauen. Derzeit öffnen sich die Hortensienblüten. Noch sind die Blüten recht kompakt, die Blütenblätter wechseln von grün auf die eigentliche Farbe. Noch nicht ganz entfaltet trotzen die Blütenschirme der Hortensien auch dem Regen. Sind sie mal voll entfaltet und es geht ein kräftiges Sommergewitter nieder, hängen die Blüten anschließend.

Tellerhortensie (evtl. Blaumeise) entfaltet sich

Auch diese Bauernhortensien sind noch recht kompakt.
Juni ist bei uns auch die Zeit der Taglilie, die einzelnen Blüten sind tatsächlich selten länger als ein Tag offen, aber dafür steht dann schon die nächste Blüte parat.

Taglilie, schön für einen Tag
Eine positive Überraschung sind die Bartnelken, sie haben sich auch an einem halbschattigen Platz behaupten können. Auch haben sich die Nacktschnecken zurückgehalten! Letztes Jahr war ich mir nicht so sicher, ob das etwas wird!


Vielleicht nicht ganz so prächtig, wie an einem vollsonnigen Standort, aber doch ein Farbkleks
Auch das Obst bereitet Freude, während die Stachelbeeren nun reif werden, blühen die zwei Zitronenbäumchen um die Wette und bilden viele Fruchtansätze.


Frei nach Goethe: Kennst du den Garten, wo die Zitronen blühn

Aus der Tierwelt gab es vor einigen Tagen die Verwandlung der Marienkäferlarven zum erwachsenen Marienkäfer zu bewundern. Besonders beliebt bei den Marienkäferlarven war der Gewürzsalbei, der Anfang Mai recht voll mit Blattläusen war, mittlerweile ist keine Laus mehr zu sehen, da waren die Marienkäferlarven fleißig.


Links kann man den schlüpfenden Marienkäfer schon fast erahnen, rechts eine Marienkäferlarve.

Montag, 30. Mai 2011

Chilis umgetopft und ins Freie gestellt

Am Wochende habe ich die Chilis in große Töpfe gepflanzt und ins Freie gestellt. Die Pflanzen haben unterschiedliche Entwicklungsstände:
  • Jalapeno hat bereits zwei hühnereigroße Früchte und viele kleine Fruchtansätze
  • Ein indischer Chili hat einige Fruchtansätze während die andere indische Chilipflanze noch nicht blüht, aber der Haupttrieb sich bereits verzweigt.
  • Habanero hat Blütenknospen
  • Die Tabasco-Pflanzen sind übervoll mit Blüten und haben auch bereits zahlreiche Fruchtansätze
  • Der thailändische Vogelaugenchili verzweigt sich, hat aber noch keine Blüten