Vom Gärtnern in einem schattigen Garten

Montag, 7. Mai 2012

Winterschäden

Jetzt, Anfang Mai geht der Frühling mit den ersten heißen Tagen des Jahres schon langsam über in den Frühsommer. Alles grünt und blüht - leider nicht alles, der Winter hat einige Opfer gefordert und was jetzt noch nicht austreibt, wird das wohl auch nicht mehr tun. Der Winter 2011/12 war zunächst sehr mild, bis Januar gab es kaum Frost und die Monate November und Dezember waren auch sehr trocken. Einige Pflanzen waren da wohl schon auf Austrieb eingestellt. Ende Januar und im Februar kam dann eine wochenlange Frostphase mit Temperaturen unter -20°C. Einigen Pflanzen haben dies nicht so gut vertragen.

Unser ca. 15 Jahre alter und entsprechend großer Rosmarin ist diesen Winter erfroren und auch der im vergangenen Jahr neugepflanzte kleine Rosmarinstrauch ist nur noch braun. Ebenfalls ein Opfer des Winters wurde ein Zwergrhododendron in einem Topf, dieser kleine Rhododendron hatte bereits einige Winter im Freien gut überstanden.

Einige andere Pflanzen sind zwar nicht erfroren aber wurden deutlich geschädigt:
  • Der Kamelie hat der zunächst milde Winter gut gefallen, die Blüten haben um Weihnachten schon ein wenig Farbe gezeigt. Durch den Kälteeinbruch sind dann aber alle Blütenknospen erfroren, sie blieben geschlossen und sehen traurig braun aus.
  • Einige Narzissensorten waren schon recht weit ausgetrieben als die Kältewelle kam. Bei diesen sind die Blattspitzen und Blütenknospen erfroren, ich bin gespannt, ob die Narzissen im kommenden Jahr wiederkommen.
  • Auch die Christrosen haben unter der Kälte gelitten, die Blüten waren nicht so prächtig, wie in den vergangenen Jahren, einige Blüten sind verkümmert.
  • Und selbst eine so widerstandsfähige Pflanze wie die Minze litt unter dem Winter, sie trieb spät wie nie und nur zögerlich aus.
Zum Glück nicht erfroren ist unser Feigenbaum. Lange Zeit sah der Baum tot aus. Während Kiwi und Weinreben Mitte April austrieben, blieb der Feigenbaum kahl, im vergangenen Jahr hatten alle drei gleichzeitig ausgetrieben. Doch nun in den letzten Tagen zeigt sich an einigen Spitzen ein erstes zaghaftes Grün.

Kommentare:

  1. Da klingt so einiges wie bei mir bzw. im Garten meiner Mutter! Nach dem vorletzten Winter war ich zwar vorgewarnt und habe unsere Rosen teilweise mit immergrünen Zweigen umgeben, aber die Christ- & Lenzrosen waren schon zu weit. Nun stehen sie allerdings wieder in vollem Grün. Die Narzissen sind bei meiner Mutter auch alle verkümmert. Eigentlich haben alle vorwitzigen Pflanzen, die sich im Januar zu sehr hervorgewagt haben einen auf den Deckel bekommen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob einige Pflanzen nicht eher vertrocknet denn verfroren sind. Denn bei meiner Mutter standen einige Kübelpflanzen im Wintergarten nur gemeinsam unter etwas zusätzlicher Folie. Und bis auf wenige, wie z.B Rosmarin, ist fast alles durchgekommen. Nur gibt es erstaunlicherweise bei den eingekellerten Fuchsien wohl einige Verluste. Aber von ganz früher, als es wirklich noch richtige Winter gab kenne ich die Regel 'Was bis .. Juni nicht ausschlägt, ist tot' - ich weiß nicht, ob es um den 20. Juni herum war. Aber schon oft haben uns Pflanzen tatsächlich erst sehr spät überrascht ...
    LG Silke

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  2. Ja, es ist sehr schade, so viele liebgewonnene Pflanzen zu verlieren, aber auch das gehört zum Gartenleben. Ich schleiche auch jedes Mal prüfend um einige dürre Rosen und die Buddleia. Ich drücke die Daumen, dass doch noch das eine oder andere austreibt!

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